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Pressemitteilung / Detailansicht

Kompetenzzentrum für Feuerwehren und Rettungskräft (Kopie 1)

Sonntag, 11. September 2005

Am 11. September 2005 ging im bayerischen Oberhausen die FeuReX GmbH mit dem ersten gewerbl. Heißausbildungszentrum in Bayern mit einer offiziellen Feierstunde an den Start. Landrat Dr. Richard Keßler freut sich über die Investition im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen und lobt die gezielte Fortbildung der Einsatzkräfte. Herausragend dabei ist, dass sich die Ausbildungskonzepte gasbefeuerter Anlagen, wie in Karlshuld, und der feststoffbefeuerten Heißausbildung in Oberhausen zu einem Gesamtkonzept ergänzen, ohne dass eine Konkurrenzsituation entsteht. CSU Vize Horst Seehofer ist überzeugt, dass mit einer derartigen Ausbildung eine wesentliche Investition für die Sicherheit der Bürger und Einsatzkräfte getätigt wird. Die Initiative der Betreiberfirma FeuReX fügt sich vorausschauend und beispielgebend in die Ausbildungskonzepte der Feuerwehren ein.

Bereits seit längerem wird aus den Reihen der Feuerwehren eine ganzheitliche Ausbildung unter realen und kontrollierten Einsatzbedingungen für Atemschutzgeräteträger gefordert. Ziel ist es, die Einsatzkräfte stressfrei und gefahrlos an die Bedingungen im Brandraum heran zu führen und somit das nötige Handwerkszeug für den routinierten Einsatzdienst zu vermitteln. Das Training schließt dabei lückenlos an die bereits vorhandenen Ausbildungsabschnitte für die Atemschutzgeräteträger an. Verfolgt wird das Konzept einer vierstufigen Ausbildung. Dabei bilden die Atemschutzgrundausbildung sowie das Training in gasbefeuerten Anlagen unverzichtbare Grundbausteine für die weiterführende Ausbildung, die am Standort Oberhausen mit der feststoffbefeuerten Heißausbildung fortan zur Verfügung steht. Die Gesamtheit aller Module führt zu einer optimierten und realitätsnahen Ausbildung. „Diese Art der Ausbildung wird auch zukünftig eine große Rolle spielen“, resümiert Dr. Christian Schwarz, der als Leiter der staatlichen Feuerwehrschule Geretsried zu den Festrednern zählte.

In Zukunft wird sich das Kompetenzzentrum für Feuerwehren und Rettungskräfte nicht nur mit den Ausbildungsschwerpunkten Heißausbildung und Rauchgasdurchzündung befassen, sondern auch mit technischer Hilfeleistung mit patientenorientierter Rettung, Industriebrandbekämpfung und zukunftsweisenden Löschverfahren wie Druckluftschaum sowie weiteren Sonderthemen.

Die feststoffbefeuerte Heißausbildung bildet zur Zeit den Mittelpunkt des Geschehens. In  aneinander gereihten Containern lässt sich so ein Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus unter realtypischen Einsatzbedingungen darstellen. Gegenüber gasbefeuerten Anlagen ergibt sich der Unterschied durch die kontrollierte Einspielung von Rauchschichtungen und zugehöriger Temperaturentwicklung in den jeweiligen Abschnitten. Zudem ist die Suche nach vermissten Personen als auch ein Hindernisparkours zu bewältigen, noch bevor der Trupp im Brandraum unter Aufsicht des Instruktors die erforderlichen Strahlrohrtechniken und die Prozedur zum Blocken einer Rauchgasdurchzündung trainiert.

Bereits zum Basistraining gehören die Unterrichtung von Strahlrohrtechniken sowie die Vermittlung gängiger Rettungskonzepte für Sicherungstrupps zum Schutze der eigenen Mannschaft. Die praxisbezogenen Lerninhalte ergänzen sich jeweils um die Vermittlung der dazugehörenden theoretischen Kenntnisse. Durch einen Sicherheitsmechanismus kann die Anlage in kürzester Zeit von Rauch und Hitze befreit werden. Durch die vorhandene rettungsdienstliche Zusatzqualifikation der Ausbilder und Vorhaltung medizinischer Ausrüstung bis hin zum automatischen Defibrillator wird größtmögliche Vorsorge für die Sicherheit während des Ausbildungsbetriebes getroffen.

Die Trainingsinhalte passen sich den Erfordernissen der Teilnehmer an. Die Zusammenarbeit mit Industriepartnern und Feuerwehren steht dabei im Mittelpunkt. Gemeinsam werden Übungsszenarien und Ausbildungsgänge in den einzelnen Fachrichtungen erarbeitet. Ein modularer Aufbau der Lehrveranstaltungen ermöglicht die dynamische Weiterbildung der Mannschaft, auch über mehrere Ausbildungsschritte hinweg.

Das Know-How der Ausbilder in Zusammenwirken mit dem Einsatz zukunftsweisender Technologien erlaubt eine Ausbildung auf höchstem Niveau. Erklärtes Ziel hierbei ist eine praxisorientierte Ausbildung, stets nach dem aktuellsten Stand der Technik. Im Mittelpunkt steht die Aus- und Fortbildung nach dem jeweils gängigen Stand der Technik. Die Ausbildungsinhalte werden in Zusammenarbeit mit  anerkannten Ausbildungszentren stetig weiterentwickelt.