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Pressemitteilung / Detailansicht

Weg durch Flammenhölle will gelernt sein

Dienstag, 01. Januar 2008

Löschen ist eine heiße Sache. Wer weiß das besser als die Feuerwehr. Aber der Umgang mit Gerät und Schutzanzügen will gelernt sein, bevor man sich in die Flammenhölle eines offenen Brandes wagen kann. Der Speyerer Wehr stehen jetzt bis zum 31. März Testwochen in der Heißausbildung bevor.

Die im bayrischen Oberhausen beheimatete Firma „FeuReX“ hat sich Speyer deshalb für Schnuppertage und Testwochen zum Auftakt ihrer Heißausbildung ausgesucht, weil sie hier eine Niederlassung gründen möchte. Geplant ist zunächst die Anpachtung eines geeigneten Geländes mit der Option, es mittelfristig kaufen zu können. Bisher haben die Brandexperten aber noch kein Grundstück gefunden.
Die Veranstaltungsreihe zum Einstieg findet deshalb vorerst auf dem Gelände der Speyerer Feuerwehr statt. Sie wird vom Landesfeuerwehrverband unterstützt und bietet Trägern von Atemschutzgeräten eine zusätzliche, professionelle Möglichkeit, ihr Ausbildungsniveau auszubauen.
Die Einsatzkräfte trainieren ihre Fähigkeiten für den Brandeinsatz in einer dreiteiligen stählernen Trainingsanlage, die mit Feststoffen befeuert wird und reale Bedingungen eines Zimmerbrandes simuliert. Für die übenden Wehrleute gilt es einerseits, Räume systematisch abzusuchen, die Prozeduren zur Öffnung von Türen zu trainieren, Rauchschichtungen richtig zu beurteilen als auch den Gefahren eines Übergriffs der Flammen wirkungsvoll zu entgegnen. Die Anlage soll im Februar bei der Feuerwehr in Speyer aufgebaut werden.
Wie Stadtfeuerwehrinspekteur Michael Hopp versichert, wird die Heißausbildung auch von den Feuerwehrschulen als wichtiger Ausbildungsabschnitt angesehen. Dabei könne nämlich auch der Umgang mit Durckluftschaum oder der Einsatz der Wärmebildkamera geübt werden. Fortan erschließe sich somit für Rettungsmannschaften in Rheinland-Pfalz vor Ort die Möglichkeit, ihre Einsatzkräfte unter Ernstfall-Bedingungen zu trainieren – und das kontrolliert und sicher.
Die Gefahren eines Brandeinsatzes bergen für die Einsatzkräfte die gleichen Gefahren, egal ob für einen ehrenamtlichen Freiwilligen oder einem Berufs- oder Werkfeuerwehrmann, gleichgültig, ob in einer kleinen Ortsfeuerwehr oder einer großen Stützpunktfeuerwehr. Daher, so die Unternehmensphilosophie von „FeuReX“, darf es in der bestmöglichen und realitätsnahen Ausbildung keine Unterschiede geben. Hintergrund: Einsatzrisiken und Anforderungen an die Einsatzkräfte verändern sich heutzutage immer schneller. Motto: Wer aufhört besser zu werden, hört auf gut zu sei. (mig)

Dateien:
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